Publiziert 10. Februar 2026
Rekordhoch: Franken bleibt stark: Diese Folgen hat das für dein Portemonnaie
Der Schweizer Franken bleibt auch 2026 gefragt. 300 Unternehmen geben ihre Prognosen ab.
Darum gehts
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Der Franken ist so stark wie lange nicht mehr.
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Er dürfte auch Ende des Jahres unverändert stark bleiben.
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Die Nationalbank dürfte den Leitzins 2026 bei null Prozent halten.
Der Schweizer Franken wird immer stärker. Gegenüber dem Euro erreichte er in der Nacht auf Dienstag ein neues
Rekordhoch. Ein Euro ist nur noch etwas mehr als 91 Rappen wert. Die Frankenstärke dürfte das ganze Jahr
bleiben, wie eine Umfrage der UBS bei rund 300 Schweizer Unternehmen zeigt.
Zum Ende des laufenden Jahres erwarten die von der Bank im vergangenen Herbst befragten Firmen einen Eurokurs
von 91 Rappen und einen US-Dollar-Kurs von 78 Rappen. Zwei Drittel der Unternehmen rechnen jedoch mit
grossen Währungsschwankungen wegen geopolitischer Ereignisse.
Die Ökonomen der UBS sehen den Franken etwas schwächer bei 95 Rappen zu einem Euro. Allerdings gehen die
UBS-Ökonomen davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft erholt und dem Euro Rückenwind verleiht.
Dabei erlebte Deutschland 2023 und 2024 ein Minuswachstum und auch 2025 wuchs das Bruttoinlandsprodukt nur
minimal um 0,2 Prozent. Wegen der schwachen Industrie bleibt die Lage laut dem deutschen statistischen
Bundesamt angespannt. Sollte die erwartete Erholung ausbleiben, könnte der Franken noch mehr erstarken. Bei
diesem Negativszenario wäre ein Euro dann 90 Rappen wert.
Diese Folgen hat der starke Franken laut den UBS-Ökonomen:
Nationalbank
Trotz einer niedrigen Inflation von 0,3 Prozent im Jahr 2026 sehen die UBS-Ökonomen keinen Anlass für eine
Senkung des Leitzinses der
Schweizerischen Nationalbank
(SNB). Der Leitzins dürfte
also im gesamten Jahr bei null
Prozent bleiben, solange die
Schweizer Wirtschaft nicht einbricht,
was die UBS-Ökonomen nicht
erwarten.
Hypothekarzinsen
Wegen des unveränderten
Leitzinses dürften sich auch die
Hypothekarzinsen nicht stark
verändern, sagt UBS-Ökonom
Alessandro Bee. Zinsen auf
kurzfristige Saron-Hypotheken
dürften sich seitwärts
bewegen, bei längerfristigen
Hypotheken erwartet Bee
einen Anstieg auf tiefem Niveau.
Ferien
Schweizer Touristen bekommen im Ausland mehr für ihr Geld. Der UBS-Ökonom erinnert aber daran, dass die
Inflation in den USA mit drei Prozent und in der EU mit zwei Prozent deutlich höher ist als in der Schweiz.
Schweizer Wirtschaft
Für den Schweizer Tourismus ist der starke Franken schwer zu verdauen. Auch insgesamt dürfte die Schweizer
Wirtschaft unter Trend wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte im laufenden Jahr noch stärker zunehmen.
Die wichtigste Einkaufswährung für die Unternehmen bleibt der Euro. Der
US-Dollar verliert an
Bedeutung. Die USA seien
nur noch für eine Minderheit
der Schweizer Unternehmen
der wichtigste Absatzmarkt,
sagt UBS-Ökonom Florian
Germanier.